Ausgefüllte Woche

Berichtsheft Beispiel: Tischler:in

So sieht eine komplett ausgefüllte Ausbildungswoche als Tischler:in aus: 15 Einträge auf fünf Tage verteilt, mit Tätigkeit, Bereich und Stunden, zusammen 40 Stunden. Übernimm den Aufbau und die Art der Formulierung, trag aber ein, was du selbst gemacht hast.

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Die Woche im Überblick

2. Ausbildungsjahr · Bankraum und Maschinenraum, Möbelbau · Woche vom 15. bis 19. Juni 2026 · Nachweis Nr. 77 · meist Handwerkskammer

Vom Zuschnitt bis zur Oberfläche. Werkstoff, Maß und Verbindung stehen im Eintrag, denn genau daran wird der Ausbildungsfortschritt sichtbar.

Ausgefüllter Wochenbericht: Tischler:in, Woche vom 15. bis 19. Juni 2026
Tag Tätigkeit Bereich Std.
Mo Zuschnitt der Korpusteile für einen Einbauschrank aus melaminbeschichteter Spanplatte 19 mm an der Formatkreissäge, Maßkontrolle nach Stückliste, Abweichung unter 0,5 mm. Betrieb 3,5
Mo Unterweisung: Absaugung und Holzstaub, Kontrolle der Absaugschläuche an Formatkreissäge und Breitbandschleifmaschine, Filterwechsel am Entstauber, Atemschutz FFP2 beim Schleifen von MDF. Unterweisung 1
Mo Bekanten von Seiten, Böden und Mittelwand am Kantenanleimer mit ABS-Kante 2 mm weiß, Kanten bündig gefräst, Radien mit Ziehklinge nachgearbeitet, Leimfuge ohne Spalten und Überstand. Betrieb 3,5
Di Berufsschule: Holztechnik, Lernfeld 5 Einbaumöbel, Aufbau von Korpusmöbeln im Konstruktionsraster 32 mm, Auswahl von Verbindern und Topfscharnieren, Bohrbild einer Unterschrankseite ausgearbeitet. Berufsschule 3
Di Berufsschule: Technisches Zeichnen, Schnittzeichnung eines Schranks mit Schubkasten im Maßstab 1:5, Bemaßung nach DIN 406, Detailschnitt der Rückwandnut 1:1, Blatt zur Bewertung abgegeben. Berufsschule 2
Di Berufsschule: Fachrechnen, Ermittlung von Plattenbedarf und Verschnitt für einen Kleiderschrank aus Spanplatte 2800 x 2070 mm, Ergebnis als Materialliste mit Kosten je Platte. Berufsschule 1,5
Di Berufsschule: Wirtschafts- und Sozialkunde, Inhalte des Berufsausbildungsvertrags, Pflichten von Auszubildenden und Ausbildungsbetrieb, Rolle der Handwerkskammer bei Prüfungen. Berufsschule 1,5
Mi Bohren der Korpusseiten nach Beschlagbohrbild 32 mm an der Reihenlochbohrmaschine, Lochreihe 5 mm für Bodenträger, Topfbohrungen 35 mm für Scharniere, Lage mit Bohrlehre geprüft. Betrieb 4
Mi Verleimen des Schrankkorpus mit Holzdübeln 8 x 35 mm und Weißleim D3, Ausrichten mit Korpuszwingen, Diagonalmaß auf 1 mm abgeglichen, Rückwand HDF 3 mm eingeschoben. Betrieb 4
Do Aufmaß bei der Kundschaft für eine Garderobe im Flur, Wandlängen, Deckenhöhe und Bodenunebenheiten mit Laser-Entfernungsmesser und Wasserwaage erfasst, Maße im Aufmaßblatt festgehalten. Betrieb 2,5
Do Rahmenfriese aus Buche massiv an Abrichte und Dickenhobel auf 22 x 60 mm gehobelt, Schlitz und Zapfen an Langlochbohrmaschine und Tischfräse hergestellt, Passung ohne Spiel. Betrieb 3
Do Nut 8 mm für die Füllung aus MDF 8 mm mit Buchefurnier in die Rahmenfriese gefräst, Rahmentür probeweise zusammengesteckt, Winkel und Ebenheit auf der Hobelbank überprüft. Betrieb 2,5
Fr Rahmentür mit PVAc-Leim in Rahmenzwingen verleimt, Rechtwinkligkeit mit dem Anschlagwinkel kontrolliert, nach dem Aushärten Leimreste mit Stecheisen entfernt, Flächen mit Körnung 120 und 180 geschliffen. Betrieb 3
Fr Oberfläche der Rahmentür und der Buchefüllung mit Hartwachsöl behandelt, erster Auftrag mit Pad, Überschuss nach 20 Minuten abgenommen, Zwischenschliff Körnung 240 vor dem zweiten Auftrag. Betrieb 3
Fr Wartung der Formatkreissäge: Hauptsägeblatt 300 mm gegen frisch geschärftes Blatt getauscht, Spaltkeil ausgerichtet, Schiebetisch gereinigt und gewachst, Probeschnitt ohne Ausrisse. Betrieb 2
Gesamtstunden der Woche 40

IHK oder Handwerkskammer: Was gilt für dich?

Welche Kammer für dich zuständig ist, hängt nicht nur von deinem Beruf ab, sondern davon, welcher Kammer dein Ausbildungsbetrieb angehört. Wird in einem Handwerksbetrieb ausgebildet, ist die Handwerkskammer zuständig, auch wenn der Beruf selbst kein Handwerksberuf ist. Das gilt genauso umgekehrt: Kfz-Mechatronik in der Werkstatt eines Industriebetriebs läuft über die IHK, in der Meisterwerkstatt über die Handwerkskammer.

Für dein Berichtsheft ändert das fast nichts. Die Pflicht, einen Ausbildungsnachweis zu führen, steht für alle im Berufsbildungsgesetz, und die Handwerksordnung verweist für die Zulassung zur Gesellenprüfung auf genau dieselbe Vorschrift. Die inhaltlichen Mindestanforderungen kommen in beiden Fällen aus derselben Empfehlung des Hauptausschusses beim Bundesinstitut für Berufsbildung: Name, Ausbildungsjahr, Berichtszeitraum, betriebliche Tätigkeiten, Unterweisungen und die Themen der Berufsschule, dazu die Unterschriften.

Unterschiedlich sind vor allem die Hausregeln deiner konkreten Kammer: wie oft unterschrieben wird, ob Fehltage markiert werden müssen und wie du das Heft zur Prüfung abgibst. Das unterscheidet sich stärker zwischen einzelnen IHKs als zwischen IHK und Handwerkskammer. Manche Kammern schreiben ihr eigenes Formular sogar verbindlich vor.

Eine Vorlage kann nicht „von der Kammer zugelassen“ sein: Kammern zertifizieren keine fremden Formulare. Maßstab ist die Empfehlung des BIBB-Hauptausschusses, an der sich IHKs und Handwerkskammern orientieren. Kläre trotzdem einmal mit deinem Betrieb oder deiner Kammer, ob eine eigene Vorlage vorgeschrieben ist.

Das leere Formular dazu findest du auf Berichtsheft Vorlage, und wie du gute Einträge formulierst, steht in Berichtsheft schreiben.

Dein eigenes Beispiel?

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Sprich ein, was du gemacht hast: asyoube formuliert daraus Einträge wie in den Beispielen oben und exportiert dein Berichtsheft als fertiges PDF. Dauerhaft kostenlos.

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