Getränkesortiment im Service

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Was du nach diesem Konzept kannst 4
  1. Du bist in der Lage, Die wichtigsten Weinarten auf der Karte zu unterscheiden ,

    indem für mindestens 4 Weine Rebsorte, Geschmacksprofil und passender Hauptgang korrekt zugeordnet und die Empfehlung mit mindestens einem sensorischen Merkmal (z.B. Säure, Tanninstruktur) begründet wird.

  2. Du bist in der Lage, Das Standard-Getränkesortiment im Restaurant zu benennen ,

    indem mindestens je drei Vertreter aus Bier, Wein, alkoholfreien Kalt- und Heißgetränken korrekt aufgezählt werden.

  3. Du bist in der Lage, Das fachgerechte Einschenken und Präsentieren von Getränken durchzuführen ,

    indem Pils, Weizen und Wein bei korrekter Temperatur, im richtigen Glas und mit passender Technik (z.B. 7-Minuten-Pils) ausgeschenkt werden.

  4. Du bist in der Lage, Aktuelle Trends im Getränkesortiment zu beurteilen ,

    indem drei aktuelle Trends (z.B. alkoholfreie Spirituosen, Signature Drinks) recherchiert und ihre Eignung für das eigene Restaurant begründet bewertet werden.

"Haben Sie einen trockenen Weißwein zum Zander?"

Eleni an Tisch 7

"Haben Sie einen trockenen Weißwein zum Zander?" Der Gast an Tisch 7 schaut Eleni erwartungsvoll an. Es ist Mittwochabend, 21 Uhr, der Gastraum ist gut besetzt. Seine Begleitung ergänzt: "Und für mich bitte ein Weizenbier." Die beiden anderen am Tisch wollen etwas Alkoholfreies.

Eleni hat die Getränkekarte erst einmal überflogen. Sie weiß, dass irgendwo ein Grauburgunder steht, aber ob der zum Zander passt? Und wie schenkt man ein Weizenbier richtig ein, ohne dass der Schaum überläuft? Vier Gäste warten. Jede Sekunde Unsicherheit kostet Vertrauen.

Was müsste Eleni über das Sortiment wissen, um hier souverän zu reagieren?

Vier Kategorien als Grundgerüst

Ein Restaurant-Getränkesortiment gliedert sich in vier Bereiche:

  1. Bier: Pils, Weizenbier, Helles (regional auch Export, Kölsch oder Alt).
  2. Wein: Weißweine wie Riesling und Grauburgunder, Rotweine wie Spätburgunder und Dornfelder, dazu Rosé.
  3. Alkoholfreie Kaltgetränke: Mineralwasser (still, medium, sprudel), Fruchtsäfte, Limonaden, Schorlen.
  4. Heißgetränke: Kaffee, Espresso, Cappuccino, verschiedene Teesorten, heiße Schokolade

Jede Kategorie hat eigene Regeln für Glas, Temperatur und Präsentation. Elenis Problem beginnt genau hier: Sie kennt die Namen auf der Karte, aber nicht die Zusammenhänge dahinter.

🎬 Vorstellung: Stell dir vor, du stehst an Elenis Stelle. Vier Gäste schauen dich an. Welche der vier Kategorien müsstest du gerade sicher abrufen können?

Welcher Wein passt, und wie schenkst du richtig ein?

Vier Weine, die du sicher zuordnen solltest

Vier Weine, die auf fast jeder Restaurantkarte stehen:

  • Riesling: fruchtig, deutliche Säure, leicht. Die Säure schneidet durch fetthaltige Saucen. Passt zu Fisch und hellem Geflügel.
  • Grauburgunder: vollmundig, milde Säure, nussige Note. Klassiker zu gebratenem Fisch wie Zander oder Lachs.
  • Spätburgunder (Pinot Noir): mittelkräftig, feine Tannine, Aromen von roten Beeren. Passt zu Kalb, Wild oder Pilzgerichten.
  • Dornfelder: kräftig, weiche Tannine, dunkle Frucht. Passt zu Rinderbraten, Lamm oder würzigen Schmorgerichten.

Elenis Gast fragt nach Weißwein zum Zander. Der Grauburgunder wäre die sichere Empfehlung: vollmundig genug für den kräftigen Fisch, aber nicht zu dominant.

Pils, Weizen, Wein: drei Techniken

Pils (6-8 °C): Tulpenglas schräg halten, in drei Zügen einschenken. Zwischen den Zügen den Schaum setzen lassen. Gesamtdauer etwa 7 Minuten. Ergebnis: zwei Finger breit Schaumkrone.

Weizenbier (7-9 °C): Hohes Weizenbierglas schräg halten, Flasche langsam umdrehen und das Bier am Glasrand entlanglaufen lassen. Den letzten Rest mit der Hefe vorsichtig einrollen.

Wein (Weißwein 8-10 °C, Rotwein 16-18 °C): Flasche mit dem Etikett nach oben halten. Das Glas nur zu einem Drittel füllen, damit sich das Aroma entfalten kann. Am Stiel anfassen, nie am Kelch.

🤔 Frage dich: Wie viele Minuten brauchst du deiner Schätzung nach, um vier Gäste mit Pils, Weizen und Wein gleichzeitig zu versorgen, wenn das Pils allein 7 Minuten braucht?

Was verändert sich im Getränkesortiment?

Drei Trends, die du einordnen können solltest

Drei aktuelle Entwicklungen, die das Sortiment erweitern:

  1. Alkoholfreie Spirituosen (z.B. Seedlip, Lyre's): Destillate ohne Alkohol, die als Longdrink oder in Cocktails serviert werden. Für Gäste, die bewusst auf Alkohol verzichten, aber kein Wasser oder Saft wollen.
  2. Signature Drinks: Eigenkreationen des Hauses, oft auf Basis regionaler Zutaten. Sie heben das Restaurant von der Konkurrenz ab und bieten höhere Margen als Standardgetränke.
  3. Craft-Limonaden und Fermentiertes: Kombucha, Shrubs (Frucht-Essig-Sirupe) oder hausgemachte Limonaden mit Aromen wie Gurke-Basilikum oder Ingwer-Kurkuma.

Ob ein Trend ins eigene Restaurant passt, hängt von drei Faktoren ab: Zielgruppe (wer kommt zu uns?), Aufwand (können wir das mit unserem Team umsetzen?) und Marge (lohnt sich der Einkauf?). Fachzeitschriften wie Rolling Pin oder Branchenmessen wie die Internorga helfen, Trends frühzeitig zu erkennen.

So hätte es an Tisch 7 laufen können

"Zum Zander empfehle ich unseren Grauburgunder. Der ist vollmundig mit einer milden Säure, die den Fisch nicht überdeckt." Dann zur Begleitung: "Das Weizenbier bringe ich im hohen Glas, schön mit Hefe eingerollt." Und zu den anderen beiden: "Wir haben eine hausgemachte Gurken-Basilikum-Limonade, die passt gut als alkoholfreie Alternative."

Drei Sätze, vier zufriedene Gäste. Der Unterschied zu vorher: Eleni kennt jetzt ihr Sortiment, weiß, welcher Wein zu welchem Gericht passt, und kann die Getränke fachgerecht präsentieren.

Teste dein Wissen

Eleni muss dem Gast eine Weinempfehlung zum Zander machen. Nach welchem Kriterium wählt sie die passende Weinsorte am sichersten aus?

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