Planung und Strukturierung einer Betriebspräsentation

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Was du nach diesem Konzept kannst 3
  1. Du bist in der Lage, Die Recherche verlässlicher Betriebskennzahlen für eine Betriebspräsentation durchzuführen ,

    indem mindestens fünf Kennzahlen (z.B. Sitzplätze, Auslastung, Mitarbeitendenzahl) aus mindestens zwei unabhängigen, nachvollziehbaren Quellen ermittelt und mit vollständiger Quellenangabe in einer Übersicht dokumentiert werden.

  2. Du bist in der Lage, Bewertungskriterien zur Qualitätssicherung einer Betriebspräsentation zu entwickeln ,

    indem ein Kriterienkatalog mit mindestens sechs Punkten zu Inhalt, Struktur, Medieneinsatz und Vortragsweise erstellt und mit Skalenwerten versehen wird.

  3. Du bist in der Lage, Die Gliederung einer Betriebspräsentation zu entwerfen ,

    indem ein Konzept mit Einleitung, drei inhaltlichen Schwerpunkten und Fazit erstellt sowie passende Medien je Abschnitt begründet zugeordnet werden.

Was brauchst du, bevor du auch nur eine Folie erstellst?

Walids Problem: Zehn Minuten, null belastbare Zahlen

Was passiert, wenn du deinen Ausbildungsbetrieb in zehn Minuten vorstellen sollst, aber nicht mal die Sitzplatzkapazität kennst?

Genau vor diesem Problem steht Walid. Dienstag, 14:30 Uhr im Ausbildungsbüro. Seine Fachlehrerin hat den Auftrag verteilt: Betriebspräsentation, zehn Minuten, Gliederung bis nächste Woche.

Die Küchenbrigade seines Hotels kennt Walid, die Postenbesetzung bei Bankett und À-la-carte, das Organigramm. Die Betriebsstruktur klärt das Was - aber wie stellt er diesen Betrieb überzeugend vor? Auslastungszahlen, Bankettkapazität, Umsatzanteile: alles nur geschätzt. Ohne belastbare Zahlen wird die Präsentation Halbwissen. Note mangelhaft, und sein Betrieb steht schlecht da.

🔮 Bevor du weiterliest: Aus welchen zwei Arten von Quellen könnte Walid verlässliche Kennzahlen für seine Präsentation bekommen?

Fünf Kennzahlen aus zwei unabhängigen Quellen

Walid braucht mindestens fünf Kennzahlen, die seinen Betrieb greifbar machen. Für jede recherchiert er aus mindestens zwei unabhängigen Quellen, damit er bei Rückfragen sicher argumentieren kann:

  1. Sitzplatzkapazität - Raumplan der Restaurantleitung + Hotelwebsite oder Buchungsportal
  2. Durchschnittliche Auslastung - Kassensystem (Gedecke pro Abend) + Branchenbericht DEHOGA
  3. Zahl der Mitarbeitenden - Personalabteilung + Organigramm als Gegencheck
  4. Bankettkapazität - Veranstaltungsmappe des Hauses + Buchungsanfragen-Statistik
  5. Anteil Küchenumsatz am Gesamtumsatz - Gespräch mit der Betriebsleitung + Jahresbericht

Jede Kennzahl dokumentiert Walid mit vollständiger Quellenangabe: Wer hat die Zahl genannt, wann, aus welchem Dokument?

Wie wird aus losen Fakten eine überzeugende Gliederung?

Die Fünf-Teile-Struktur

Walid hat seine Zahlen zusammen. Jetzt braucht er eine Struktur, die in zehn Minuten funktioniert. Bewährt hat sich eine Gliederung in fünf Teilen:

  1. Einleitung (ca. 1 Min.) - Betriebsname, Standort, Betriebsart. Medium: Foto vom Haus, das Aufmerksamkeit weckt.
  2. Betrieb und Standort (ca. 2 Min.) - Geschichte, Lage, Zielgruppe. Medium: kurzes Video oder Fotos.
  3. Küche und Organisation (ca. 3 Min.) - Küchenbrigade, Postenbesetzung, Abläufe bei À-la-carte vs. Bankett. Medium: Organigramm-Folie, die Walid aus seiner Betriebsstruktur-Analyse ableiten kann.
  4. Leistungsspektrum und Kennzahlen (ca. 3 Min.) - Sitzplätze, Auslastung, Bankettkapazität. Medium: Balkendiagramm oder Infografik.
  5. Fazit (ca. 1 Min.) - Was macht den Betrieb besonders? Medium: Zusammenfassungsfolie mit den drei wichtigsten Fakten.

Das Medium muss zum Inhalt passen

Die Medienwahl ist kein Zufall. Jedes Medium hat eine Stärke:

  • Ein Foto zeigt Atmosphäre und Räumlichkeiten, die du mit Worten schwer vermitteln kannst.
  • Ein Organigramm macht hierarchische Strukturen auf einen Blick sichtbar. Walid hat die Küchenbrigade bereits analysiert - diese Vorarbeit wird jetzt zur Folie.
  • Eine Infografik verdichtet Kennzahlen so, dass dein Publikum Vergleiche ziehen kann, statt Zahlenlisten zu hören.

Faustregel: Wähle das Medium, das den Inhalt besser transportiert als gesprochener Text allein. Ein reines Textfolien-Meer hilft nie.

🎬 Vorstellung: Du stehst vor deiner Klasse und zeigst die Organigramm-Folie. Dein Publikum sieht zum ersten Mal, wie die Küchenbrigade in deinem Betrieb aufgebaut ist. Welche Information muss sofort erkennbar sein, damit die Folie für sich spricht?

Woran misst du, ob die Präsentation wirklich gut ist?

Sechs Kriterien mit Dreier-Skala

Bevor Walid seine erste Folie baut, legt er fest, woran er die fertige Präsentation messen will. Ein Kriterienkatalog mit Skalenwerten macht die Bewertung nachvollziehbar - für ihn selbst und für Feedback von anderen.

Sechs Kriterien decken die wichtigsten Qualitätsbereiche ab:

  1. Inhaltliche Richtigkeit - Stimmen die Zahlen, sind sie mit Quellen belegt?
  2. Gliederung - Ist die Fünf-Teile-Struktur erkennbar, gibt es einen roten Faden?
  3. Medieneinsatz - Unterstützt jedes Medium den jeweiligen Inhalt, oder lenkt es ab?
  4. Zeitmanagement - Bleibt der Vortrag im Rahmen von zehn Minuten (Toleranz: plus/minus eine Minute)?
  5. Vortragsweise - Freies Sprechen, Blickkontakt, deutliche Aussprache.
  6. Vollständige Quellenangaben auf der Schlussfolie.

Jedes Kriterium bewertet Walid auf einer Dreier-Skala: 1 (schwach), 2 (ausreichend), 3 (gut). So entsteht ein Punktwert zwischen 6 und 18, der die Gesamtqualität abbildet.

Walids Gliederung auf dem Prüfstand

Walid prüft seine Gliederung gegen den eigenen Katalog. Schwerpunkt 3 hat noch keine Infografik - Medieneinsatz wäre auf Stufe 1. Also plant er ein Balkendiagramm zur Auslastung ein. Schwerpunkt 2 stützt sich auf das Organigramm, das er bereits aus der Betriebsstruktur-Analyse hat - Stufe 3. Jetzt steht die Grundlage: Kennzahlen mit Quellen, eine klare Gliederung und ein Maßstab, an dem er seine Arbeit messen kann.

🤔 Frage dich: Deine Mitschülerin sagt: "Bewertungskriterien brauche ich nicht - ich merke beim Üben schon, ob die Präsentation gut ist." Was spricht gegen diese Einschätzung?

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Walid recherchiert für seine Betriebspräsentation Sitzplatzkapazität und Mitarbeitendenzahl. Aus welchen zwei unabhängigen Quellen findet er verlässliche Zahlen?

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