Vorwärtskalkulation

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Was du nach diesem Konzept kannst 3
  1. Du bist in der Lage, die einzelnen Stufen der Vorwärtskalkulation zu beschreiben ,

    indem die Funktion und die jeweils zugeschlagenen Kostenbestandteile aller 8 Kalkulationsstufen am Beispiel eines Webshop-Artikels beschrieben werden.

  2. Du bist in der Lage, den Bruttoverkaufspreis eines E-Commerce-Produkts durch sämtliche 8 Stufen der Vorwärtskalkulation zu berechnen ,

    indem ausgehend von einem Listeneinkaufspreis von 200 EUR netto alle 8 Kalkulationsstufen (Lieferantenrabatt 10 %, Lieferantenskonto 2 %, Bezugskosten 8 EUR, Handlungskosten 25 %, Gewinnzuschlag 15 %, Kundenskonto 3 %, Kundenrabatt 5 %, Umsatzsteuer 19 %) mit korrekten Zwischenergebnissen und dem Bruttoverkaufspreis als Endergebnis schriftlich nachgewiesen werden.

  3. Du bist in der Lage, die Auswirkungen einer Einkaufspreisänderung auf den Bruttoverkaufspreis zu analysieren ,

    indem rechnerisch nachgewiesen wird, warum eine Einkaufspreiserhöhung um 2 € durch prozentuale Zuschläge und Umsatzsteuer zu einer Verkaufspreiserhöhung von mehr als 2 € führt.

Wie werden aus 200 Euro Einkaufspreis 342,32 Euro im Webshop?

342,32 Euro für einen 200-Euro-Monitor

342,32 Euro. So viel muss ein Gaming-Monitor im Webshop kosten, der beim Großhändler für 200 Euro netto gelistet ist. Dienstagvormittag, 11:15 Uhr in der Kalkulations-Schulung rechnest du diesen Weg zum ersten Mal komplett durch.

Die Zuschlagssätze aus dem BAB klären, welche Gemeinkosten auf ein Produkt entfallen. Jetzt geht es um die Reihenfolge: Wie verrechnest du diese Kosten Stufe für Stufe zum Verkaufspreis? Das Verfahren heißt Vorwärtskalkulation - 8 Stufen vom Listeneinkaufspreis zum Bruttoverkaufspreis.

Schritt für Schritt durch die 8 Stufen

Listeneinkaufspreis (LEP): 200,00 €

  1. − Lieferantenrabatt 10 %: −20,00 → Zieleinkaufspreis = 180,00 €
  2. − Lieferantenskonto 2 %: −3,60 → Bareinkaufspreis = 176,40 €
  3. + Bezugskosten: +8,00 → Bezugspreis = 184,40 €
  4. + Handlungskosten 25 %: +46,10 → Selbstkosten = 230,50 €
  5. + Gewinnzuschlag 15 %: +34,58 → Barverkaufspreis = 265,08 €

Ab hier dreht sich die Logik. Deine Kundschaft zieht Skonto und Rabatt vom Preis ab. Du musst deshalb so hoch kalkulieren, dass nach dem Abzug dein Barverkaufspreis übrig bleibt. Statt zu multiplizieren, dividierst du - die In-Hundert-Rechnung:

  1. Kundenskonto 3 %: 265,08 ÷ 0,97 = Zielverkaufspreis = 273,28 €
  2. Kundenrabatt 5 %: 273,28 ÷ 0,95 = Listenverkaufspreis = 287,66 €
  3. + Umsatzsteuer 19 %: 287,66 × 1,19 = Bruttoverkaufspreis = 342,32 €
🤔 Frage dich: Wie würdest du vorgehen, wenn die Bezugskosten nicht pauschal 8 Euro betragen, sondern als Prozentsatz auf den Bareinkaufspreis berechnet werden - ändert sich dadurch die Reihenfolge der Stufen?

Warum steigt der Verkaufspreis um mehr als 2 Euro?

Der Kaskadeneffekt der prozentualen Zuschläge

Der Lieferant erhöht den Listenpreis des Monitors um 2 Euro auf 202 Euro. Nach allen 8 Stufen landet der Bruttoverkaufspreis bei 345,59 Euro statt 342,32 Euro. Die Differenz: 3,27 Euro statt 2 Euro.

Die 2 Euro durchlaufen jede prozentuale Stufe als Multiplikator:

  • Rabatt und Skonto reduzieren zunächst: 2,00 × 0,90 × 0,98 = 1,76 €
  • Handlungskosten und Gewinn verstärken: 1,76 × 1,25 × 1,15 = 2,53 €
  • In-Hundert-Rechnung erhöht weiter: 2,53 ÷ 0,97 ÷ 0,95 = 2,75 €
  • Umsatzsteuer kommt obendrauf: 2,75 × 1,19 = 3,27 €

Die Bezugskosten (8 Euro pauschal) bleiben dagegen unverändert, weil sie kein Prozentsatz sind. Nur die prozentualen Stufen wirken als Verstärker.

🧑‍🏫 Erkläre es im Kopf: Stell dir vor, du erklärst einer neuen Auszubildenden, warum der Webshop-Preis um mehr als 2 Euro steigen muss, wenn der Lieferant 2 Euro mehr verlangt. Welche zwei Stufen der Kalkulation verstärken den Effekt am stärksten?

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Du kalkulierst den Verkaufspreis für einen Gaming-Monitor im Webshop. Welcher Schritt folgt in der Vorwärtskalkulation unmittelbar auf den Bareinkaufspreis?

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