Social Commerce

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Was du nach diesem Konzept kannst 3
  1. Du bist in der Lage, den Einfluss des Direktkaufs in Social-Media-Apps auf die Phasen der Customer Journey zu erläutern ,

    indem für mindestens 3 Phasen (Awareness, Consideration, Conversion) je eine konkrete Plattform (z. B. TikTok Shop, Instagram Shopping, Pinterest) genannt und beschrieben wird, wie sich Touchpoints und Kaufverhalten gegenüber dem klassischen Online-Shop verändern.

  2. Du bist in der Lage, die Eignung von Produktkategorien und Zielgruppen für Social Commerce zu analysieren ,

    indem mindestens 3 Produktkategorien hinsichtlich Impulskaufpotenzial, Zielgruppen-Plattformnutzung und Margenstruktur bewertet und in eine Rangfolge gebracht werden.

  3. Du bist in der Lage, den Beitrag von Influencer:innen und nutzergenerierten Inhalten zur Conversion-Rate zu beurteilen ,

    indem anhand von 2 Fallbeispielen Kennzahlen wie Engagement-Rate, Klickrate und Konversionsrate verglichen und ein begründetes Urteil zur Wirksamkeit abgegeben wird.

Warum werden aus 12.000 Likes nur 9 Bestellungen?

12.000 Likes, 9 Bestellungen

12.000 Likes, 800 Kommentare, 9 Bestellungen. Donnerstag, 12:30 Uhr im Social-Commerce-Team: Deine Teamleiterin Lena schiebt dir das Dashboard der Instagram-Kampagne für eure neue Schmuckkollektion rüber. 78 Prozent der Klicks auf den Bio-Link brechen auf der Shopseite ab, bevor jemand ein Produkt aufruft. 3.000 Euro Influencer-Budget, fast kein Umsatz. Bis Freitag will die Geschäftsführung eine Erklärung.

Erinnerst du dich an die Klick- und Conversion-Daten aus deiner Social-Media-Kampagnenplanung? Genau hier setzt das Problem an: Die Kampagne erzeugt Aufmerksamkeit in Instagram, aber der Kaufweg führt raus aus der App in einen separaten Online-Shop. Jeder Medienbruch kostet Kaufinteressierte. Social Commerce löst das, indem der gesamte Kauf innerhalb der Social-Media-App stattfindet.

Drei Phasen, eine App

Im klassischen Online-Vertrieb durchläuft eine Kundin drei getrennte Stationen: Social-Media-Post, Klick zum externen Shop, Bestellung dort. Jeder Plattformwechsel ist ein Absprungpunkt.

Social Commerce verkürzt diesen Weg auf eine einzige App:

  • Awareness: Ein TikTok-Video oder Instagram-Reel zeigt das Produkt im Alltag. Entdeckung passiert im Feed, ohne aktive Suche.
  • Consideration: Tipp auf das Produkt-Tag öffnet eine Produktseite innerhalb der App. Bewertungen, Bilder und Preis sind sofort sichtbar.
  • Conversion: Der Checkout läuft direkt in der App (TikTok Shop, Instagram Shopping). Kein Browser-Wechsel, keine neue Anmeldung.

Pinterest ergänzt das Bild: Nutzer:innen speichern Produkte auf Pinnwänden (Consideration) und kaufen über den integrierten Checkout.

🤔 Frage dich: Wie würdest du Lenas Schmuckkampagne umbauen, wenn Instagram Shopping aktiviert wäre? Welche der drei Phasen verändert sich am stärksten?

Welche Produkte und Inhalte treiben Social Commerce?

Impulskauf schlägt Recherchekauf

Die Customer Journey ist verkürzt. Aber welche Produkte profitieren davon? Drei Faktoren bestimmen die Eignung: Impulskaufpotenzial, Zielgruppen-Plattformnutzung und Margenstruktur.

Drei Kategorien im Vergleich:

  1. Fashion und Accessoires: hohes Impulskaufpotenzial, junge Zielgruppe auf TikTok und Instagram, Margen von 50-70 Prozent tragen Plattformgebühren problemlos. Beste Eignung.
  2. Deko und Lifestyle: visuell stark, mittleres Impulspotenzial, breite Zielgruppe auf Pinterest und Instagram. Gute Eignung.
  3. Technik und Elektronik: hoher Erklärungsbedarf, niedriges Impulspotenzial, Zielgruppe recherchiert auf YouTube und Google. Geringe Eignung für Social Commerce.

Influencerin oder echte Käufer:innen?

Zwei Kampagnen für dasselbe Schmucksortiment im Vergleich:

Kampagne A setzt auf eine Influencerin mit 500.000 Followern. Ergebnis: Engagement-Rate 2,1 Prozent, Klickrate 0,8 Prozent, Conversion-Rate 0,3 Prozent.

Kampagne B nutzt nutzergenerierte Inhalte (UGC): Echte Käufer:innen zeigen den Schmuck in Alltagsvideos. Ergebnis: Engagement-Rate 4,7 Prozent, Klickrate 1,9 Prozent, Conversion-Rate 1,2 Prozent.

UGC liefert pro Kontakt die vierfache Conversion, weil echte Erfahrungsberichte mehr Vertrauen erzeugen als inszenierte Postings. Die Influencerin erreicht dafür absolut mehr Menschen. Für Lenas Schmuckkollektion wäre die Kombination ideal: Influencer-Reichweite für Awareness, UGC für den letzten Schritt zur Bestellung.

🧑‍🏫 Erkläre es im Kopf: Stell dir vor, du erklärst einem neuen Teammitglied, warum die Schmuckkampagne mit In-App-Checkout und Kund:innen-Videos statt Bio-Link und reinem Influencer-Post mehr Bestellungen bringen würde. Welche zwei Argumente nennst du zuerst?

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Du planst eine Social-Commerce-Strategie. Welche Aussagen zur Rolle von Social-Media-Plattformen in der Customer Journey sind korrekt?

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