Technisches SEO

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Was du nach diesem Konzept kannst 3
  1. Du bist in der Lage, konkrete technische Maßnahmen zur Verbesserung der mobilen Ladezeit umzusetzen ,

    indem für eine vorgegebene Startseite (PageSpeed-Score unter 60) mindestens vier Maßnahmen aus dem PageSpeed-Insights-Bericht (Bildkomprimierung, Lazy Loading, Browser-Caching, Minifizierung von CSS/JS) den jeweiligen Fundstellen im Report zugeordnet, nach Optimierungspotenzial in einer nummerierten Prioritätenliste sortiert und die erwartete Gesamtverbesserung des Scores um mindestens 10 Punkte pro Maßnahme mit Verweis auf den Report-Befund schriftlich begründet wird.

  2. Du bist in der Lage, technische Fehler einer Website mithilfe der Google Search Console zu identifizieren ,

    indem in einer Beispielauswertung mindestens fünf typische Fehlerquellen (404, Soft-404, robots.txt-Blockade, fehlende Canonical, nicht indexierbare Seiten) korrekt benannt werden.

  3. Du bist in der Lage, Ursachen für Indexierungsprobleme eines Onlineshops zu analysieren ,

    indem in einem Fallbeispiel (z. B. fehlerhaftes 'Disallow: /' in der robots.txt) die Auswirkungen auf den Index hergeleitet und mindestens drei Lösungsschritte in korrekter Reihenfolge dargestellt werden.

80 Prozent Traffic weg - warum findet Google den Shop nicht mehr?

Der Relaunch, der den Shop unsichtbar machte

80 Prozent weniger organischer Traffic seit dem Relaunch am Freitag. Camille starrt auf das Analytics-Dashboard. Es ist Donnerstag, 15:45 Uhr im SEO-Büro. Der Onlineshop hat ein neues Design, die Seiten laden schnell, alles sieht gut aus. Aber bei Google erscheint kein einziger Treffer mehr für die Top-Produkte. Pro Tag gehen dem Unternehmen geschätzt 2.000 Euro Umsatz verloren.

Erinnerst du dich an die OnPage-Optimierung mit Title-Tags und Meta-Descriptions? Genau hier setzt technisches SEO an, aber eine Ebene tiefer. OnPage-SEO betrifft das, was Nutzende auf der Seite sehen. Technisches SEO betrifft das, was Suchmaschinen beim Zugriff vorfinden: Crawling-Regeln, Indexierbarkeit, Ladezeit. Camilles Seiten funktionieren für Menschen. Aber irgendetwas blockiert den Zugang für Google.

🔮 Bevor du weiterliest: Die Seiten laden im Browser problemlos. Was könnte dafür sorgen, dass Google sie trotzdem komplett ignoriert?

Wo versteckt sich der Fehler?

Die robots.txt als Türsteher für Suchmaschinen

Camilles Kollegin findet die Ursache in einer einzigen Datei. Die robots.txt liegt im Hauptverzeichnis jeder Website und sagt dem Googlebot (Googles Crawler), welche Bereiche er besuchen darf. Beim Relaunch wurde versehentlich die Einstellung der Testumgebung übernommen:

User-agent: *
Disallow: /

Diese zwei Zeilen sperren alle Crawler von der gesamten Website aus. Dein Browser ignoriert die robots.txt, deshalb laden die Seiten normal. Google aber gehorcht und entfernt die Seiten Stück für Stück aus dem Index.

Drei Schritte beheben das Problem, in genau dieser Reihenfolge:

  1. Die Zeile Disallow: / entfernen oder durch gezielte Regeln ersetzen
  2. In der Google Search Console die erneute Indexierung beantragen
  3. Die XML-Sitemap einreichen, damit Google alle URLs schnell wiederfindet

Fünf Fehlerquellen, die die Search Console aufdeckt

Die robots.txt ist nur eine von vielen Stolperfallen. Die Google Search Console (GSC) zeigt dir alle Probleme, die Google beim Crawlen erkennt. Fünf Fehlertypen tauchen besonders häufig auf:

  1. Alte Links führen ins Leere, wenn Seiten gelöscht oder verschoben wurden - das nennt sich 404-Fehler
  2. Eine Seite lädt, zeigt aber keinen brauchbaren Inhalt? Das ist ein Soft-404 (z.B. leere Kategorieseite ohne Produkte)
  3. Eine robots.txt-Blockade verhindert, dass der Crawler die Seite überhaupt erreicht
  4. Ohne eine Canonical-URL weiß Google bei doppelten Inhalten nicht, welche Version zählt
  5. Ein noindex-Tag im HTML schließt eine Seite aktiv vom Index aus
🤔 Frage dich: Wie würdest du vorgehen, wenn die GSC für 50 Produktseiten einen 404-Fehler meldet, die Seiten aber unter neuen URLs erreichbar sind?

Sichtbar reicht nicht - wie wird die Seite auch schnell?

Vier Hebel für die mobile Ladezeit

Der Shop ist wieder im Index. Aber reicht das? Eine Seite, die zu langsam lädt, rankt trotzdem schlecht. Google bewertet die mobile Ladezeit als Rankingfaktor. Der PageSpeed-Insights-Bericht zeigt, wo die größten Bremsen sitzen. Vier Maßnahmen bringen den stärksten Effekt:

  1. Unkomprimierte Produktfotos sind oft der größte Bremsklotz. Bildkomprimierung in Formate wie WebP reduziert die Dateigröße um bis zu 80 Prozent bei kaum sichtbarem Qualitätsverlust.
  2. Mit Lazy Loading werden Bilder und Videos erst geladen, wenn sie in den sichtbaren Bereich scrollen. Das beschleunigt den ersten Seitenaufbau deutlich.
  3. Überflüssige Leerzeichen und Kommentare im Code? Die Minifizierung von CSS und JavaScript macht die Dateien kleiner und schneller verarbeitbar.
  4. Wiederkehrende Besucher:innen profitieren vom Browser-Caching: Statische Elemente wie Logo und Schriftarten werden nicht erneut heruntergeladen.

Bei einem Score unter 60 bringt jede dieser Maßnahmen typischerweise 10 oder mehr Punkte Verbesserung.

Camilles Shop ist zurück im Rennen

Die robots.txt ist korrigiert, die Sitemap eingereicht, die Indexierung beantragt. 48 Stunden später erscheinen die ersten Produktseiten wieder bei Google. Parallel hat das Team die Bilder komprimiert und Lazy Loading aktiviert. Der mobile PageSpeed-Score steigt von 52 auf 78. Der organische Traffic erholt sich innerhalb von zwei Wochen auf das Niveau vor dem Relaunch. Die 2.000 Euro Tagesverlust? Gestoppt.

Teste dein Wissen

Camille stellt fest, dass ihr Onlineshop nach dem Relaunch nicht mehr indexiert wird. Im URL-Prüftool der Search Console sieht sie eine Blockade durch die robots.txt. Was ist die wahrscheinlichste Ursache?

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