Zweck der Kommissionierung

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Was du nach diesem Konzept kannst 3
  1. Du bist in der Lage, den Zweck der Kommissionierung im Lagerprozess zu erklären ,

    indem die Umwandlung lagerorientierter Bestände in kundenorientierte Auftragseinheiten am Beispiel eines konkreten Werkstattauftrags beschrieben, Ausgangsbestand, Entnahmeeinheit und Ergebnis der Kommissionierung klar benannt und der Unterschied zur vollständigen Palettenentnahme in mindestens zwei Sätzen dargestellt wird.

  2. Du bist in der Lage, die Kommissionierung von der Einlagerung zu unterscheiden ,

    indem mindestens drei Unterscheidungsmerkmale (Bewegungsrichtung, Mengeneinheit, Auslöser) gegenübergestellt werden.

  3. Du bist in der Lage, die Rolle des Kommissionierauftrags als Bindeglied zwischen Bestellung und Warenbewegung zu analysieren ,

    indem die Informationen eines Pickauftrags (Artikelnummer, Menge, Lagerplatz, Auftragsnummer) und ihr Bezug zur Kundenbestellung sowie zum Warenausgang systematisch dargestellt werden.

Warum vier Kanister und nicht die ganze Palette?

44 Kanister zu viel

44 überzählige Kanister am Versandplatz, eine Bestandsdifferenz im System und ein leeres Regal beim nächsten Kundenauftrag. Das hat Olgas Ausbilderin Donnerstag um 2 Uhr nachts in der Kommissionierzone gerade noch verhindert. Olga wollte für einen Werkstattauftrag über vier Kanister Motoröl die komplette Palette mit 48 Stück zum Versandplatz fahren. Ihre Logik: lieber zu viel als zu wenig.

Im Lager liegt Ware in großen, lagerorientierten Einheiten (ganze Paletten, volle Kartons). Kundenaufträge verlangen aber kleine, auftragsorientierte Einheiten. Die Umformungsfunktion der Kommissionierung schließt diese Lücke. Kommissionierung ist der Prozess, der diese Umwandlung leistet - du entnimmst exakt die bestellte Menge und stellst daraus eine versandfertige Sendung zusammen.

Kommissionierung ist nicht Einlagerung

Beides sind physische Tätigkeiten im Lager, aber sie laufen in entgegengesetzte Richtungen:

🧑‍🏫 Erkläre es im Kopf: Wie würdest du einem Kollegen am Pausentisch in einem Satz erklären, warum Olga nur vier Kanister statt der ganzen Palette entnehmen darf?

Wer legt fest, was du aus dem Regal holst?

Der Kommissionierauftrag als Bindeglied

Nicht Olga entscheidet, was sie aus dem Regal holt, sondern der Kommissionierauftrag (auch: Pickauftrag). Dieses Dokument - digital auf dem Scanner oder als Papierliste - enthält vier Angaben:

  1. Artikelnummer - welches Produkt (Motoröl 5W-30, Art.-Nr. 4711)
  2. Bestellte Menge - wie viele Einheiten (4 Kanister, nicht 48)
  3. Lagerplatz - wo im Regal (Gang 3, Fach B, Ebene 2)
  4. Auftragsnummer - für welche Kundenbestellung

Der Pickauftrag ist das Bindeglied zwischen Bestellung und Warenbewegung: Er sorgt dafür, dass jede Entnahme einer konkreten Bestellung zugeordnet wird und das System den Bestand korrekt aktualisiert.

Olgas Fall mit Pickauftrag

Hätte Olga den Pickauftrag auf ihrem Scanner gelesen, hätte sie dort gesehen: 4 Stück, Gang 7, Fach D, Ebene 1, Auftragsnummer 2024-3387. Kein Spielraum für "lieber zu viel". Der Auftrag gibt die Menge vor, das System bucht exakt diese Menge aus dem Bestand ab, und die Werkstatt bekommt genau das, was sie bestellt hat.

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Olga soll vier Kanister Motoröl aus einer Palette mit 48 Stück für einen Werkstattauftrag bereitstellen. Warum muss sie nur vier Kanister entnehmen statt die ganze Palette mitzunehmen?

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