Kostensparender Fördermitteleinsatz

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Was du nach diesem Konzept kannst 3
  1. Du bist in der Lage, die verdeckten Kosten unnötiger Leerfahrten im innerbetrieblichen Transport zu analysieren ,

    indem an einem Fallbeispiel mindestens 4 Kostenarten quantifiziert und auf eine Schichtdauer hochgerechnet werden: Energiekosten pro gefahrenem Kilometer, Verschleißkosten für Reifen und Hubmast, Lohnkosten für die ungenutzten Fahrminuten sowie Opportunitätskosten durch nicht erledigte Transportaufträge.

  2. Du bist in der Lage, einen optimierten Fahrwegeplan für einen Gabelstaplereinsatz zu entwerfen ,

    indem auf Basis eines Lagerlayouts ein Fahrwegeplan mit mindestens 5 Stationen erstellt wird, der Doppelspiele nutzt und die Gesamtfahrstrecke gegenüber der Ausgangsroute um mindestens 15 % reduziert.

  3. Du bist in der Lage, die Auswirkungen einer vorausschauenden und materialschonenden Fahrweise auf Wartungs- und Folgekosten zu beurteilen ,

    indem mindestens 3 Wartungsintervalle (Reifen, Hubmast, Batterie) vor und nach Einführung einer Fahrtrainings-Maßnahme verglichen und die Einsparung begründet werden.

Was kosten 38 Prozent Leerfahrten wirklich?

Die Wochenauswertung

Deine Schichtleiterin Julia dreht den Bildschirm zu dir. Samstag, 11:00 Uhr, Büro am Lagertor. Die Wochenauswertung zeigt: 38 Prozent deiner Staplerfahrten waren Leerfahrten. Fünf Kommissionieraufträge am Stück erledigt, jedes Mal ohne Last zurück zum Wareneingang. Du dachtest, du warst schnell.

Du kennst bereits die Auswahlkriterien für Fördermittel. Hier setzt der nächste Schritt an. Das richtige Gerät zu wählen ist nur die halbe Miete. Wie du es einsetzt, entscheidet über die tatsächlichen Kosten. Was kosten diese 38 Prozent konkret?

Vier Kostenarten pro Leerfahrt

Bei 30 Euro Vollkosten pro Staplerstunde und 8 Stunden Schichtzeit stecken in deinen Leerfahrten vier Kostenblöcke:

  1. Energiekosten: Jeder Kilometer verbraucht Strom oder Diesel, auch ohne Last. Bei 38 % Leerfahrt-Anteil verpufft über ein Drittel der Energie ohne Transportleistung.
  2. Verschleißkosten: Reifen nutzen sich pro Kilometer gleich ab, egal ob beladen oder leer. Der Hubmast wird bei jedem Stopp bewegt. Mehr Fahrten bedeuten kürzere Austauschintervalle.
  3. Lohnkosten: Jede Minute Leerfahrt ist bezahlte Arbeitszeit ohne Wertschöpfung. Bei 38 % sind das rund 3 Stunden pro Schicht.
  4. Opportunitätskosten: Während du leer fährst, bleiben andere Transportaufträge liegen. Verzögerte Kommissionierung bremst den Versand.

Hochgerechnet auf einen Monat kosten allein deine Leerfahrten den Betrieb über 400 Euro. Für einen einzelnen Stapler.

🤔 Frage dich: Wie viel Euro Leerfahrt-Kosten schätzt du für ein Lager mit sechs Staplern im Zweischichtbetrieb pro Jahr - wenn alle bei 38 Prozent Leerfahrt-Anteil liegen?

Wie drückst du die Leerfahrten unter 20 Prozent?

Doppelspiele statt Leerfahrten

Ein Doppelspiel bedeutet: Auf dem Rückweg nimmst du Last mit, statt leer zu fahren. Du kombinierst Einlagerung und Auslagerung in einer Fahrt.

Konkret: Statt nach der Einlagerung im Hochregal leer zum Wareneingang zurückzufahren, nimmst du auf dem Rückweg eine Palette aus der Nachbarzone mit zur Versandrampe. Fünf Stationen, null Leerfahrten.

Der Schlüssel ist die Routenplanung vor Schichtbeginn. Du prüfst, welche Ein- und Auslagerungsaufträge räumlich zusammenpassen, und legst die Reihenfolge so fest, dass jede Fahrt in beide Richtungen Ware transportiert. Im Beispiel sinkt die Gesamtfahrstrecke von 2,4 auf 1,9 Kilometer - das sind 21 Prozent weniger.

Schonende Fahrweise spart doppelt

Neben der Route zählt, wie du fährst. Drei Wartungsintervalle zeigen den Unterschied nach Einführung eines Fahrtrainings:

  • Reifen: Austausch vorher alle 1.800 Betriebsstunden, nachher alle 2.500. Weniger Vollbremsungen und sanftere Kurvenfahrten schonen das Profil.
  • Hubmast-Wartung: vorher alle 500 Stunden, nachher alle 750. Gleichmäßiges Heben statt ruckartiger Schnellhübe reduziert den Verschleiß an Ketten und Hydraulik.
  • Batterie: Ladezyklen vorher 1,8 pro Tag, nachher 1,4. Vorausschauendes Fahren verbraucht weniger Energie pro Strecke.

Zurück zu Julias Auswertung: Mit Doppelspielen und angepasster Fahrweise hätte dein Leerfahrt-Anteil unter 20 Prozent gelegen. Statt 400 Euro Zusatzkosten pro Monat wären es unter 200 gewesen, und die Reifen hätten 700 Betriebsstunden länger gehalten.

Teste dein Wissen

In deiner Schicht fährst du 40 Fahrten, davon 38 % als Leerfahrt. Welche Kostenart entsteht durch die unbeschäftigten Fahrminuten direkt aus dem Lohnkostentopf?

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