Hebezeuge und Regalbediengeräte

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Was du nach diesem Konzept kannst 3
  1. Du bist in der Lage, die gängigen Hebezeuge und Regalbediengeräte im Lagerbetrieb aufzuzählen ,

    indem mindestens 5 Geräte (Hallenkran, Kettenzug, Regalbediengerät, Hebebühne, Lastaufnahmemittel) mit typischer Einsatzumgebung aufgeführt werden.

  2. Du bist in der Lage, die Abgrenzung zwischen Hebezeugen und klassischen Transportmitteln zu erläutern ,

    indem anhand der Kriterien Hubrichtung, Transportstrecke und Einsatzzweck mindestens 3 Unterschiede dargestellt werden.

  3. Du bist in der Lage, den Einsatz von Hallenkran und automatisiertem Regalbediengerät für unterschiedliche Lageraufgaben zu differenzieren ,

    indem in 3 Anwendungsfällen (Schwergutmontage, Hochregaleinlagerung, Wartung) das jeweils geeignete Gerät anhand von Traglast, Reichweite und Automatisierungsgrad begründet ausgewählt wird.

Was tust du, wenn der Stapler nicht mehr reicht?

Zu schwer, zu hoch, zu breit

Montag, 14:00 Uhr im Hochregallager. Deine Schichtleiterin Lisa steht vor einer 2,8 Tonnen schweren Getriebeeinheit auf einer Transportpalette. Das Teil muss auf die 1,5 Meter hohe Montageinsel in der Hallenmitte. Der Schubmaststapler schafft das Gewicht, aber die Zinken passen nicht unter die Palette, weil die Einheit breiter ist als die Gabel greifen kann. Gleichzeitig warten sechs Paletten auf Einlagerung in 14 Meter Höhe.

Jede Stunde Stillstand kostet 1.200 Euro. Was passiert, wenn Flurförderzeuge wie Gabelstapler und Schubmaststapler an ihre Grenzen stoßen? Genau hier kommen Hebezeuge und Regalbediengeräte ins Spiel.

Fünf Geräte und drei Unterschiede zu Flurförderzeugen

Fünf Geräte lösen Aufgaben, an denen Stapler scheitern:

  1. Hallenkran - fest unter der Hallendecke; typische Lager-Hallenkrane (Brückenkrane nach DIN EN 15011) tragen 1-10 t; in Industriehallen bis 50 t; im Schwermaschinenbau, Hütten- und Stahlwerken sowie Gießereien bis 500+ t (Konecranes/Demag Heavy-Duty mit Doppellaufkatzen). Sie verfahren die Last entlang der Kranschiene.
  2. Kettenzug: Kompakt an Kranbahnen oder Trägern montiert, übliche Tragfähigkeit 0,5-10 t (elektrisch, DIN EN 14492-2); auf kurze Hub-Distanz, ohne Eigenfahrt.
  3. Im Hochregallager lagert das Regalbediengerät (RBG) schienengeführt Paletten automatisch ein und aus
  4. Hebebühne - mobile oder feste Plattform, hebt Personen und Material für Wartung und Kommissionierung
  5. Am Kran hängen Lastaufnahmemittel wie Traversen, Greifer oder Vakuumheber, die die Last sicher greifen

Was unterscheidet diese Geräte von Flurförderzeugen? Drei Kriterien:

  • Hubrichtung: Hebezeuge arbeiten primär vertikal, Flurförderzeuge horizontal.
  • Transportstrecke: Hebezeuge überbrücken kurze Distanzen, Flurförderzeuge das gesamte Lager.
  • Einsatzzweck: Hebezeuge heben und positionieren, Flurförderzeuge transportieren von A nach B.
🤔 Frage dich: Dein Kollege sagt: "Der Hallenkran transportiert die Getriebeeinheit quer durch die Halle - also ist er ein Transportmittel." Was spricht dagegen?

Welches Gerät für welche Aufgabe?

Drei Anwendungsfälle, drei Geräte

Drei Kriterien helfen bei der Auswahl: Traglast, Reichweite und Automatisierungsgrad.

Bei der Schwergutmontage (z.B. Getriebeeinheit auf Montageinsel) ist der Hallenkran die richtige Wahl. Er trägt mehrere Tonnen, überbrückt die gesamte Hallenbreite per Kranschiene und wird manuell per Fernbedienung gesteuert. Kein anderes Hebezeug kombiniert so viel Traglast mit dieser Reichweite.

Das Regalbediengerät übernimmt die Hochregaleinlagerung. Schienengeführt in der Regalgasse erreicht es jede Fachhöhe und lagert vollautomatisch ein. Beschäftigte betreten die Gasse nicht. Typische Traglast: 1.000 bis 1.500 kg.

Für Wartungsaufgaben in der Höhe kommt die Hebebühne zum Einsatz. Sie hebt eine Person samt Werkzeug auf Arbeitshöhe. Traglast unter 500 kg, Reichweite auf den Standort begrenzt, Bedienung manuell.

Lisas Lösung

Zurück zu Lisas Problem: Für die 2,8 Tonnen schwere Getriebeeinheit setzt sie den Hallenkran ein. Ein Lastaufnahmemittel greift die Einheit, der Kran hebt sie vertikal an und verfährt sie zur Montageinsel. Dauer: etwa 15 Minuten statt Stunden Stillstand.

Die sechs Paletten übernimmt das Regalbediengerät in der Hochregalgasse. Automatisch, ohne dass jemand in 14 Meter Höhe arbeiten muss.

Zwei Geräte, zwei Aufgaben, null Kompromisse bei der Sicherheit.

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Im Hochregallager sollen sechs Paletten in 14 m Höhe eingelagert werden. Welches Merkmal kennzeichnet ein Regalbediengerät (RBG) gegenüber einem Schubmaststapler?

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